WebWerken: Wendepunkt statt Wendehals – Teil 2

Wendepunkt statt Wendehals – Deine Veränderung aktiv und systematisch gestalten

Online-Workshop

Ich hab dich lieb, so hoch ich reichen kann“, sagte der große Hase.

Das ist ziemlich hoch, dachte der kleine Hase.

Ach, wenn ich doch auch nur so lange Arme hätte.

Sobald man sich mit seinen Gefühlen beschäftigt, stößt man schnell auch auf den Begriff Emotion. Und wenn man dann für sich kurz überlegt, was der Unterschied ist, kann man das erstmal gar nicht so genau erklären, richtig?

Die Begriffe Emotion und Gefühle werden häufig als Synonym verwendet, dabei sind Gefühle nur ein Teilaspekt von Emotionen.

Emotionen sind eine akute Reaktion auf ein dir bedeutsames Ereignis.

Wohingegen das Gefühl nur das bewusste Erleben ist, umfasst die Emotion mehrere Ebenen:

  1. das bewusste Gefühl
  2. deine veränderte Bereitschaft zu handeln
  3. körperliche Reaktion wie (Muskelanspannung, Herzrasen, Schwitzen,…)
  4. dein Ausdruck wie Mimik, Gestik oder auch Tonfall
  5. deine Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, dein Denken und auch dein Erinnerungsvermögen

Viel mehr gibt es da gar nicht zu sagen. Wichtig ist nur, dass uns klar ist, dass zu deinen Emotionen noch viel mehr gehört als das bewusste Erleben.

Dein kompletter Körper, dein Geist und deine Seele reagieren darauf.

Gefühle haben bestimmte Funktionen und helfen dir, dich zu orientieren. Sie geben Aufschluss darüber, was du brauchst (deine Bedürfnisse), wo deine Grenzen sind und was du tun musst, damit es dir gut geht. Bei den körperlichen Bedürfnissen und entsprechenden Gefühlen ist das den meisten Menschen bewusst. So signalisiert dir dein Hungergefühl, dass du etwas essen musst.

Aber leider gibt es neben den Gefühlen, die auf deine körperlichen Bedürfnisse hinweisen, auch Gefühle wie Angst, Wut, Scham, Peinlichkeit oder Stolz, die deine sozialen Bedürfnisse nach Liebe, Anerkennung oder Geborgenheit prägen.

Eigentlich sollen dich Gefühle dazu bringen, dass du handelst.

Besonders in lebensbedrohlichen Situationen ist das überaus wichtig. Stell dir mal vor, du hättest keine Angst, wenn sich vor dir eine giftige Schlange über den Weg schlängelt.

Andauernd wägt deine innere Stimme ab, wie du einzelne Situationen einzuschätzen hast und was du am besten tun, denken und ausdrücken sollst, damit deine Bedürfnisse befriedigt werden.

Das Gefühl, dass du dann bewusst erleben kannst, hat etwas damit zu tun, welche Bedürfnisse du in dir hast. Welche davon bedroht sind, welche befriedigt sind und welche eben noch nicht.

Das führt dich dazu, dass du motiviert bist und zielgerichtet handelst. Wäre alles in deinem Leben bedeutungslos und nichts würde ein Gefühl in dir auslösen, wärst du ziemlich planlos, verloren und aufgeschmissen.  

Soweit so gut.

Aber leider reicht dein reines logischen Denken nicht alleine aus, um dich für etwas zu motivieren und zu handeln. Stehen Veränderungen an, ob Kleine oder Große, tauchen plötzlich Ängste in uns auf. Irrationale Ängste. Denn Veränderungen sind keine Schlangen, die uns vergiften könnten oder Tiger, der uns frisst. In erster Linie ist eine Veränderung eine Veränderung – nicht mehr und nicht weniger. Nur ein Wort. Alles was damit zusammen hängt, Entscheidungen treffen, Konsequenzen aushalten und sich aus der Komfortzone herausbewegen, spielt sich lediglich zwischen unseren beiden Ohren ab. Es sind unsere Gedanken, die uns (irrational) Angst machen, uns abhalten etwas zu tun, zu verändern.

Verinnerliche mal eine Situation in deinem Leben, in der du deine Angst überwunden hast und es zu einer Veränderung kam. Wie war es danach? Warst du nicht voller Stolz und fragtest dich danach, warum habe ich eigentlich vorher so lange gezaudert?

Nun denn, hier eine Überlegung von mir:

Zwischen dem ersten Schritt, dem gehen und dem zweiten Schritt, eine Veränderung folgen zu lassen, ist ein Raum. In diesem Raum sind in dir die Funken von Hoffnung, Glaube, Zuversicht, Mut und Kraft und vieles mehr vorhanden.

All das fängt langsam aber sicher an zu sprühen, wenn das große Ganze „sieht“, dass du dich und deine Ängste überwinden willst. Denn wie kann es sein, dass du plötzlich den Weg einer möglichen Lösung vor Augen hast und Wochen zuvor dich mit deinen Gedanken immer nur im Kreis gedreht hast?

Der Schlüssel liegt darin, die Tür zu deinem Raum zu öffnen. Dort findest du deine gute innere Leitlinie, auf die du vertrauen kannst und dir Hinweisschilder und Wegweiser bereithält. Sie zeigen dir eine Richtung an, geben dir eine Orientierung.

Das innere „Haus“ deiner Orientierung stellt sich nämlich deiner Ängste, Bedenken und Gedankenstrudel.

Frage dich in deinem Leben fortwährend: „Was möchtest du vom Leben? Im Hier und Jetzt? Was ist dir wichtig? Was macht dich aus? Was willst du erreichen, was ist eher nicht deins? Welche Rahmenbedingungen willst du akzeptieren, welche nicht?

Die Antworten auf diese Fragen brauchen Zeit, denn wir sind nicht losgelöst aus allem und leben wie die Eremiten in der Höhle. Tagtäglich sind wir den Einflüssen und Prägungen unserer verschiedenen Lebensbereiche ausgesetzt: Familie, Freunde, Freizeit, Beruf, Gesundheit usw.

Es braucht Geduld und Gelassenheit, die Einflüsse und Prägungen auseinanderzudröseln, um in dein inneres Haus der Orientierung zu kommen. Und mein Lieblingsspruch von Martin Buber an dieser Stelle: Man wächst am DU und nicht nur am ICH“.

Vielleicht ist unser Online-Workshop genau das Richtige für dich. In einer kleinen Gemeinschaft und deinem vorab geklärten Anliegen, gehen wir systematisch, Schritt für Schritt, gemeinsam deine individuelle Lösung an.

Wir von der WARUMWerkstatt® freuen uns auf Dich!

Von Herzen und mit Leidenschaft, Michaela Aragonés

PS: Ein kleiner Gedanke von Michel aus Lönneberga…

„Unfug denkt man sich nicht aus. Unfug wird es von ganz allein.

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